Jahresrückblick 2020 – Das Jahr, in dem alles anders wurde

Aktualisiert am 31. Dezember 2020

Was für ein Jahr!

Nicht nur haben wir eine weltweite Pandemie mitgemacht, die aktuell in Deutschland mitten in der zweiten Welle steckt, auch persönlich und beruflich ist so einiges passiert: Neuorientierung, Umzug, persönliche Entwicklung. Kein Wunder, dass sich dieses Jahr anfühlt, als wären mehrere Jahre auf einmal vergangen.

Auf der anderen Seite ist mir bewusst, dass dieses Jahr für unsere Familie ziemlich glimpflich abgelaufen ist: Wir haben keine schulpflichtigen Kinder, wir waren nicht von Arbeitslosigkeit bedroht und wir waren in der komfortablen Lage, relativ ad-hoc ein Eigenheim erwerben zu können. Viele von den Möglichkeiten, die wir als Familie haben, stehen anderen Menschen so gar nicht zur Verfügung.

Trotz der privilegierten Situation, in der wir uns befinden, war auch für uns dieses Jahr hart. Aber lies selbst.

Quo vadis, Agile Parenting?

Das Jahr begann gleich mit einer wichtigen Erkenntnis für mich: Das, was ich bisher getan hatte, funktionierte finanziell für mich nicht so, wie ich mir das anfangs vorgestellt hatte. Also musste ich mir die Frage stellen, ob die Strategie, die ich bis dahin verfolgt hatte, für mich der richtige Weg war.

Die ehrliche Antwort an mich selbst lautete “Nein”. 

Also alles auf Anfang.

Ich fing also von vorn an, definierte mir meine Zielgruppe neu, führte Kunden-Interviews, stellte fest, dass diese Zielgruppe nicht zu mir passte, definierte die Zielgruppe nochmals neu, führte wieder Kund:innen-Interviews und stellte wieder fest, dass diese Zielgruppe das, was ich anzubieten hatte, nicht brauchte.

An dem Punkt war ich dann schon ziemlich frustriert. Ich fühlte mich furchtbar allein gelassen, da ich auch nicht wusste, wie ich jetzt weiterkommen sollte. Ich wollte gern professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wollte aber natürlich auch das für mich richtige Angebot finden, damit ich nicht mein Geld verschwende. 

Dieser Prozess hat letztendlich bis weit in die Jahresmitte gebraucht (was zu einem gewissen Teil natürlich auch der Pandemie geschuldet war) bis ich dann auf Empfehlung meiner Freundin Marita von Patchwork auf Augenhöhe bei Ludowika Boemanns landete und endlich mit Begleitung meine komplette Ausrichtung noch einmal aufrollen konnte.

Mit Ludowikas Hilfe stellte ich mir alle wichtigen Fragen für mein Unternehmen erneut und überarbeitete meine Ziele. Meine neue Mission ist nun diese:

Ich möchte Müttern dabei helfen, ihren eigenen Weg in der Begleitung ihrer Kinder zu finden, um ein entspannteres und glücklicheres Familienleben zu führen, in dem sie selbst nicht auf der Strecke bleiben.

Der erste Blogbeitrag unter dem Eindruck dieser neuen Positionierung dreht sich darum, wie man sich als Elternteil Entlastung schaffen kann, indem man häufiger das Wort “Ja” benutzt.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der neuen Positionierung ist der direkte Austausch mit meinen Kund:innen. Diesen habe ich mit der Austausch-Plattform für Agile Eltern pünktlich zum Jahresende freigeschaltet (mehr Infos findest du im weiteren Verlauf dieses Artikels). Mein Angebot werde ich in den kommenden Monaten weiter ausbauen, so dass zum Thema Workshops auch noch mehr passiert. Du darfst gespannt bleiben.

Und dann war da noch diese Pandemie

Hatten wir in meinem Umfeld Anfang März noch darüber diskutiert, wie gefährlich dieses neue Virus denn nun sei und ob die Warnungen nicht alle völlig übertrieben wären, so erwischte uns das exponentielle Wachstum 2 Wochen später mit voller Wucht: An einem Freitag erfuhren wir, dass die KiTa ab Montag nicht mehr öffnen würde, nach und nach wurden die Spielplätze abgesperrt und das öffentliche Leben kam weitestgehend zum Erliegen.

Unser Lieblingsspielplatz im März – abgesperrt

Und wir Eltern standen da und mussten uns überlegen, wie wir das alles hinbekommen sollten. Unser lang ersehnter Urlaub zu zweit fiel genau auf die erste Woche der KiTa-Schließungen. Flüge wurden abgesagt, Hotelübernachtungen auch in der Region waren nicht mehr möglich, die lang ersehnte Pause zu zweit musste daheim stattfinden.

Wir nutzten die Zeit, um uns zu einigen, wie wir die kommenden Wochen meistern wollten. Heraus kam dieser Plan.

Working Agreements auf Post-Its: 1. Prime Directive, 2. Respekt vor Zeit des anderen, 3. Büro benutzbar hinterlassen
Unsere Arbeitsvereinbarungen für die Zeit im Homeoffice

Als Ergänzung schrieb ich in den ersten Pandmemiewochen noch das Home-Office-ABC mit 26 weiteren kleinen Hilfestellungen, wie man Homeoffice mit kleinen Kindern bestmöglich hinbekommt.

Anfangs hatte ich mich wirklich gefragt, wie wir das alles schultern sollten und war richtiggehend verzweifelt. Unser normales Leben mit KiTa war schon fordernd genug und kostete uns immens viel Kraft. Wie sollte es da funktionieren, wenn beide Kinder daheim waren?

Die Zeit der KiTa-Schließungen war extrem für uns als Familie, aber mit vereinten Kräften haben wir es doch irgendwie hinbekommen.

Eine Krise bringt verborgene Probleme an’s Licht

Was mich allerdings erst wütend und dann nachhaltig enttäuscht hat, war die offensichtliche Ignoranz der Politik gegenüber den Belastungen und Sorgen der Eltern des Landes. Als nach 4 Wochen KiTa-Schließungen nur eine Art Schulterzucken für uns Eltern übrig blieb, beschloss ich für mich, dass wir keine Hoffnungen mehr in politische Lösungen setzen würden, sondern versuchen würden, so gut wie möglich uns selbst zu organisieren.

Die Pandemie hat es geschafft, viele gesellschaftliche Entwicklungen offensichtlich zu machen oder extrem zu beschleunigen, die vorher bereits (in Ansätzen) vorhanden waren. Dazu gehören positive wie auch negative.

Auf der positiven Seite bin ich bin davon überzeugt, dass Homeoffice der neue Standard für Bürotätigkeiten werden wird. Ich hoffe darauf, dass sich viele gute Online-Lernkonzepte durchsetzen werden. Generell wird sich einiges nachhaltig in’s Internet verlagern, was vorher eher offline stattfand.

Auf der negativen Seite zeigte sich in der Krise noch einmal deutlich, wofür Geld da ist und wofür gerade nicht. In einer Gesundheitskrise das medizinische und Pflege-Personal komplett bis über die Belastungsgrenze hinaus zu verbrennen und nicht einmal ansatzweise Konzepte für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung  vorzulegen, wird sich sehr wahrscheinlich in der nächsten Zeit heftig rächen.

Auch Angestellte in Bildungseinrichtungen (inklusive KiTas) haben dieses Jahr mehrfach erleben dürfen, dass Sicherheitskonzepte für sie und ihre Schutzbefohlenen eher zweitrangig sind. Auch das wird Konsequenzen haben.

Leider hat sich in diesem Jahr auch gezeigt, wie viele Menschen bereit sind, gemeinsam mit Nazis zu demonstrieren, wenn es nur um das “richtige” Thema geht. Da haben wir als Gesellschaft einiges zu tun, wenn die Unsicherheit, die so eine Pandemie verursacht, dazu führt, dass es für manche Menschen legitim wirkt, mit Menschenfeinden gemeinsame Sache zu machen.

Was ich mit am schlimmsten fand, war dass einige Politiker:innen deutlich gezeigt haben, wie bereitwillig sie Menschenleben gefährden, damit die “Wirtschaft” vermeintlich geschützt wird. Diese Menschen sollte man gut im Auge behalten für die großen Krisen, die wir als Gesellschaft noch zu bewältigen haben (allen voran die Klimakrise). Sie werden höchstwahrscheinlich nicht zu einer sinnvollen Lösung beitragen.

Die Pandemie hat bei mir persönlich noch einmal maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich politisch engagieren will. Denn ich möchte, dass sich etwas bewegt. Ich will, dass die großen Probleme, die auf uns als Gesellschaft warten, konstruktiv gelöst werden. Wie das genau aussehen wird, weiß ich allerdings noch nicht.

Selbsterkenntnis und persönliches Wachstum

Dieses Jahr ist auch für mich persönlich ein Jahr, in dem ich noch einmal sehr viel über mich selbst gelernt habe. Ich habe in den vergangenen Jahren schon einiges an persönlichem Wachstum hinter mir, doch dieses Jahr war intensiv in den Dingen, die ich über mich und meine Art zu denken herausgefunden habe.

Ich habe eine lang ersehnte Diagnose erhalten, die mir einen wichtigen Teil über meinen Körper erklärt (und die ich wahrscheinlich auch schon vor 20 Jahren hätte erhalten können, wenn meine Ärzt:innen mich irgendwann in diesen Jahren denn mal über das informiert hätten, was sie vermutet haben).

Ich habe einige Mechanismen in meinem Denken entdeckt, die mich immer wieder überrumpelt haben und mit denen ich heute besser umgehen kann. Ich habe generell entdeckt, dass die Art und Weise, wie ich die Welt sehe, sich zum Teil stark davon unterscheidet, wie die Menschen in meinem Umfeld die Welt sehen. Auch das ist eine Erkenntnis, die ich noch verarbeiten muss und mit der ich einen Weg finden will, sie sinnvoll für mich einzuordnen und gut damit umzugehen.

Persönliches Wachstum hört ja ohnehin nie ganz auf. Ich erwarte, dass ich auch im neuen Jahr vieles lernen werde und damit jeden Tag ein Stückchen weiter wachsen werde.

Umzug mitten in einer Pandemie

Während es schon Statistiken darüber gibt, wie die Pandemie die Trennungsrate von Paaren in die Höhe treibt, hat uns dieses Thema als Familie indirekt auch getroffen: Wir bekamen im Sommer die Eigenbedarfskündigung der Vermieterin, die nun selbst nach einer Trennung mit ihrer Familie in ihre Wohnung einziehen wollte.

Wir hatten zu dem Zeitpunkt schon beschlossen, dass wir in absehbarer Zeit umziehen wollten, ab dem Zeitpunkt der Kündigung wurde es dann allerdings zeitkritisch – inmitten einer Pandemie.

Viele Entscheidungen, die wir immer wieder vertagt hatten, weil wir als Paar so unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wo wir wohnen wollten, mussten wir nun im Schnelldurchlauf treffen: In welche Region wollen wir ziehen? Wie eng muss die Anbindung an die nächstgelegene Großstadt sein? Wo sollen unsere Kinder in die Schule gehen? Wie können wir weiterhin möglichst unabhängig vom Auto leben? Wollen wir ein Haus kaufen oder weiter zur Miete leben?

Durch den Zeitdruck fanden wir nach jahrelangen Diskussionen über diese Themen endlich zu Entscheidungen. Dazu gehörte auch die Entscheidung, die für mich persönlich am schwersten war: Abschied vom Leben in der Großstadt und ab auf’s Land.

Wir begaben uns also auf Haussuche im Bergischen Land. Und wie das dann so ist: Während wir vorher das Gefühl hatten, dass der Markt leer gefegt war, so hatten wir dieses Mal 3 Häuser von außen begutachtet, eines davon von innen besichtigt und für dieses innerhalb weniger Wochen dann tatsächlich auch den Kaufvertrag unterschrieben.

Bis die Vorbesitzer:innen ausgezogen waren, wir renoviert hatten und der Umzug dann auch stattgefunden hatte, dauerte es dann doch noch bis kurz vor Weihnachten. Aber wir konnten letztendlich Weihnachten im neuen Heim verbringen.

Weihnachtsbaum im neuen Wohnzimmer

Schule für Wirbelwind? – Vertagt

Der anstehende Umzug hat einiges in unserem Leben neu sortiert. So auch das Thema Schule.

Wirbelwind ist nun langsam im Schulalter und wir mussten dieses Jahr mit der Entscheidung, wohin sie zur Schule gehen soll, weiterkommen. Unsere erste Wahl hatte uns leider abgesagt und wir mussten uns noch überlegen, wie wir nun weitermachen wollten. Ursprünglich wollten wir sie dieses Jahr schon einschulen, aber dann an einer Schule, wo es ihr gut gehen würde.

Doch dann kam uns die Pandemie dazwischen und uns war sehr schnell klar, dass, solange wir die Wahl hatten, wir unser Kind nicht inmitten einer Pandemie einschulen würden, wo wir doch eh schon Bauchschmerzen beim ganzen Thema Schule hatten. Als dann ein paar Monate später das Thema Umzug noch dazu kam, waren wir sehr froh, dieses Thema vorerst verschoben zu haben.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Wir stehen jetzt vor der Entscheidung, Wirbelwind in der örtlichen Grundschule einzuschulen mit dem Risiko, dass sie sich im Regelschulsystem nicht wohlfühlt oder sie in eine etwas weiter entfernte Montessorischule zu schicken, wo sie aber jeden Tag gebracht und abgeholt werden müsste (sofern wir überhaupt einen Platz bekommen). Für uns bleibt es also spannend, wie es mit diesem Thema in 2021 weitergeht.

Einmal (Heim-)Rampenlicht bitte

2020 war das Jahr der Online-Veranstaltungen.

Ich wollte ursprünglich dieses Jahr auf mehreren Präsenz-Veranstaltungen Vorträge halten, die sich dann sehr kurzfristig alle in Online-Veranstaltungen verwandelt haben. So war ich auf dem Agile Lead Camp, beim Agilen Stammtisch Frankfurt und als kleines Finale beim JUG Saxony Day (die Aufzeichnung sollte auch bald frei verfügbar sein).

Folien und Aufzeichnungen sind gesammelt auf meiner Workshop-Seite verlinkt. Seit kurzem habe ich auch ein Speakerinnen-Profil, falls du ein paar Referenzen für meine Vorträge gesammelt finden möchtest.

Auch in meiner Angestelltentätigkeit war ich damit konfrontiert, meine Präsenz-Workshops auf Online-Formate umzustellen. Dabei habe ich festgestellt, dass mich als Introvertierte so eine Online-Veranstaltung viel weniger Kraft kostet.

Nach einem 3-Tages-Seminar vor Ort war ich in der Regel den Rest der Woche außer Gefecht gesetzt und musste mich mindestens einen kompletten Tag ausruhen. Das ist bei Online-Veranstaltungen anders. Die sind zwar auch anstrengend, entziehen mir aber nicht so viel Energie.

Als Tool-Nerd habe ich nun schon einige Online-Whiteboard-Tools testen können und habe mit Miro meinen Favoriten in Benutzbarkeit und Design gefunden, verwende allerdings aus Datenschutzgründen den soliden Konkurrenten Conceptboard für meine eigenen Veranstaltungen.

Für mich bedeuten die Erfahrungen mit den Online-Veranstaltungen aus diesem Jahr noch mehr als vorher schon, dass der Mittelpunkt meiner Arbeit mein Büro zu Hause sein wird. Das ist einerseits am besten mit meinem Leben mit Kindern vereinbar und außerdem für mich persönlich deutlich passender zu meinem Wesen.

Mehr Kanäle, mehr Follower:innen

Nachdem es nun doch schon ein paar Videos von und mit mir gibt, habe ich dieses Jahr dann auch einen YouTube-Kanal gestartet. Dabei habe ich mein erstes eigenes Video selbst hochgeladen und gleich auch noch mit Untertiteln versehen.

In meinen anderen Social-Media-Kanälen konnte ich zum Teil beachtliches Wachstum hinlegen. Während ich bei Twitter Anfang des Jahres knapp die 100 Follower:innen geknackt hatte, bin ich nun Ende des Jahres bei fast 400 angelangt. Auch bei Pinterest zeigt mir mein Scheduling-Tool nun nicht mehr an, dass ich ja noch am Anfang stehen würde.

Das darf gern in 2021 so weitergehen.

Die Product Ownerin zieht in den Scrum Guide ein

Ende des Jahres gab es in der Agilen Community noch ein sehr großes Thema: Scrum feierte seinen 25. Geburtstag und der seit 3 Jahren nicht mehr aktualisierte Scrum Guide wurde komplett überarbeitet.

Aus diesem Grund traf sich (natürlich virtuell) im November dann ein kleines Team aus der DACH-Region, um den Scrum Guide 2020 auf Deutsch zu übersetzen. Und ich war zum ersten Mal Teil dieses Übersetzungsteams.

Dabei ist eine kleine Sensation geschehen: Wir haben beschlossen, den Scrum Guide endlich auf der Höhe der Zeit ankommen zu lassen und geschlechtersensibel zu formulieren. Das führte in den Diskussionen letztendlich dazu, dass nun Scrum Master:in und Product Owner:in höchst offiziell im Scrum Guide eine inklusivere Bezeichnung haben.

Als ich diese Formulierungen zum ersten Mal im fertigen Dokument vor mir sah, war ich tatsächlich kurz richtig ergriffen.

Das mag für dich vielleicht nicht so wahnsinnig weltbewegend klingen, doch es ist ein wichtiges Zeichen an alle Menschen, die von der bisherigen Bezeichnung nur “mitgemeint” waren: Sie sind nun explizit mit eingeschlossen.

Mir ist bewusst, dass inklusive Formulierungen im Scrum Guide allein nicht ausreichen, um den eklatanten Mangel an weiblichen und nicht-binären Stimmen in der Agilen Community zu beseitigen. Doch jeder Schritt hin zu mehr Inklusion ist wichtig. Und die Übersetzung des Scrum Guides setzt hier zumindest mal ein deutliches Zeichen.

Technik? Immer her damit!

Dadurch, dass ich beschlossen hatte, in meiner Selbstständigkeit alles selbst zu machen, habe ich auch technisch einiges dazu gelernt. So habe ich mir dieses Jahr endlich ein vernünftiges Analytics-Plugin (Matomo) eingerichtet, ein Kontaktformular eingebaut (klingt banal, hatte aber einige technische Hürden zu bieten), im laufenden Betrieb mein Webdesign umgestellt und eine Plattform für den Austausch unter Agilen Eltern auf die Beine gestellt.

Plattform für den Austausch unter Agilen Eltern

Ich hatte nach meiner Neuausrichtung schon länger den Plan, mich näher mit anderen Agilen Eltern auszutauschen. Die bisher von mir verwendeten Medien waren entweder zu öffentlich für echte Diskussionen (wie z.B. Twitter) oder zu statisch für einen direkten Austausch (wie z.B. der Agile Elternbrief).

Da mir Datenschutz ein wichtiges Anliegen ist, kam eine Facebook-Gruppe für mich nicht in Frage, also entschied ich mich nach langer Suche für eine Variante mit Mattermost auf meinem eigenen Server. Dadurch habe ich alle Fäden in der Hand und kann einigermaßen sicherstellen, dass deine Daten und unsere Diskussionen nicht sonstwo landen.

Wie so oft musste ich feststellen, dass die datenschutzkonforme Variante wesentlich aufwändiger (oder teurer) ist, da man im Zweifelsfall alles selbst prüfen muss, selbst installieren muss usw. Und für mich als Nicht-Informatikerin war es mit vielen Suchmaschinen-Aufrufen und Fehlersuchen verbunden, bis dann mal alles lief.

Bis zu einer offiziellen Anmeldeseite hat es noch nicht gereicht (meine Zeit ist nunmal endlich), aber unter diesem Einladungslink kannst du dich mit deiner E-Mail-Adresse und selbst gewähltem Passwort registrieren (nur im Browser, nicht in der App) und kostenlos eintreten. Nach erfolgreicher Registrierung kannst du die App mit der URL https://quatschen.agile-parenting.de nutzen.

Webseite im neuen Look

Ich habe 2019 meinen Blog mit WordPress selbst aufgesetzt. Und eine der ersten Entscheidungen, die ich treffen musste, war die für ein so genanntes Theme, das das Aussehen der Seite bestimmt. Wenn man etwas zum ersten Mal tut, geschehen natürlich Fehler. Meiner war, ein Theme zu wählen, das bei weitem nicht alles konnte, was ich brauchte und was nur ein Jahr später seine Funktionsweise umgestellt hat und den Support für die Bestandskund:innen ohne Vorankündigung einstellen würde.

Da stand ich also, mitten in der Pandemie mit einer Webseite, die auf Mobilgeräten nicht mehr vernünftig lesbar war und einem (wohlgemerkt kostenpflichtigen!) Support-Team, das nicht mehr reagierte.

Also blockte ich mir zum Jahresende 2 volle Tage und machte mich an’s Werk. Auch wenn es wahnsinnig viel Arbeit war, die ich lieber in andere Dinge investiert hätte, so gefällt mir das Ergebnis nun doch sehr. Ein neuer, frischer Look, einige Plugins, die ich deinstallieren konnte, weil das Theme deren Funktionalität schon abbildet und, was am wichtigsten ist: Eine gute Bedienbarkeit auf mobilen Endgeräten.

Immer mit dem Blick nach vorn

Wenn ich mir anschaue, wie ich letztes Jahr im Jahresrückblick https://agile-parenting.de/jahresrueckblick-2019/ in die Zukunft geschaut habe, stelle ich fest, dass der Ausblick sehr unspezifisch klang. Genauso ziellos wie ich mich Anfang dieses Jahres ja wirklich auch gefühlt hatte.

Das ist dieses Mal ein wenig anders. Natürlich ist vieles ungewiss. Es ist weiterhin Pandemie und die ersten Impfdosen wurden zwar schon verteilt, aber ein flächendeckender Schutz wird sicher noch eine ganze Weile dauern. Bis dahin leben wir also erstmal im Ausnahmezustand weiter.

Ich möchte im kommenden Jahr privat erst mal gut im neuen Wohnort ankommen und eine gute Einschulung für Wirbelwind schaffen. Das allein wäre fast schon genug, um das ganze Jahr zu füllen, vor allem wo die Kraftreserven durch 2020 doch noch ganz schön strapaziert sind.

Beruflich möchte ich mein Workshopangebot für Familien weiter ausbauen: Terminbuchung möglich machen und weitere Anbieter finden, die mein Angebot ihren Kund:innen oder Mitarbeitenden zur Verfügung stellen wollen.

Und ich möchte dafür sorgen, dass die Austauschplattform für Agile Eltern zu einer Community wird, in der sich Eltern gegenseitig durch ihre Hilfe bereichern.

2020 hatte es wirklich in sich. Doch ich schaue optimistisch in die Zukunft und freue mich auf das neue Jahr mit all seinen Überraschungen, die es mit sich bringen wird.

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Schlagwörter: Entscheidung, Schule
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Autor:in

Silke hat zwei Kinder, lacht erschreckenderweise besonders laut über Flachwitze und liebt die Scheibenwelt von Terry Pratchett.

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